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Farben zurück in den Kreuzgang von Notre-Dame-en-Vaux
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Projekt in redaktioneller Form. Weitere Details können im Markdown-Text ergänzt werden.
Mit projiziertem Licht das verschwundene farbige Erscheinungsbild der mittelalterlichen Skulpturen wiederherstellen und eine heute vor allem als nackter Stein wahrgenommene Architektur für das Publikum lesbar machen.
Hochauflösende Photogrammetrie-Kampagne, Übersetzung wissenschaftlicher Polychromie-Hypothesen in grafische und animierte Inhalte, anschließend Entwicklung einer architektonischen Projektionsanlage auf der Anastylosis des Kreuzgangs.
Ein Vermittlungspfad, in dem Farben, Animationen und Erzählung das skulptierte Relief schrittweise sichtbar machen und das Erscheinungsbild des 12. Jahrhunderts evozieren.
Auf Wunsch des Musée du Cloître de Notre-Dame-en-Vaux in Châlons-en-Champagne realisierte Mercurio Imaging eine vollständige Projection-Mapping-Anlage zur Wiederherstellung des verschwundenen farbigen Erscheinungsbilds der mittelalterlichen Skulpturen des Kreuzgangs.
Das Projekt verbindet Photogrammetrie, Denkmalillustration, Animation und architektonische Projektion, um dem Publikum eine erneuerte Lesart der erhaltenen Überreste zu bieten.
Die Arbeit begann mit einer hochauflösenden Photogrammetrie-Kampagne der skulptierten Elemente des Kreuzgangs:
Diese Aufnahmen ermöglichten die Erstellung präziser digitaler Modelle als Grundlage für die grafische Arbeit und die projizierten Animationen.
Ausgehend von Feldbeobachtungen, erhaltenen Pigmentspuren und Referenzen aus illuminierten Handschriften des 12. Jahrhunderts entwickelten die Museumsteams mehrere Hypothesen zur Farbwiederherstellung.
Mercurio Imaging transformierte diese wissenschaftlichen Hypothesen anschließend in projizierbare visuelle Inhalte: digitale Malereien, farbige Texturen, Polychromie-Simulationen, Integration dekorativer Motive und gemalter Details.
Ziel war nicht eine feste Rekonstruktion, sondern das spürbare Machen der visuellen Wirkung, die Farbe in der mittelalterlichen Architektur haben konnte.
Mercurio Imaging konzipierte und realisierte sämtliche Animationen der Anlage: schrittweises Erscheinen der Farben, Lichtanimationen, narrative Übergänge, Simulationen der Alterung von Pigmenten, Evokation der fortschreitenden Zerstörung von Skulpturen und Bögen.
Die Arbeit betraf sowohl die wissenschaftliche Dimension als auch den Leserhythmus und die Lesbarkeit der projizierten Sequenzen.
Die Inhalte wurden speziell für eine direkte Projektion auf die Anastylosis der Kreuzgangbögen entwickelt. Die Anlage verbindet architektonische Projektion, Videoanimation, dynamisches Licht, Farbwiederherstellung und Inszenierung des skulptierten Reliefs.
Das Ergebnis lässt Details, die heute mit bloßem Auge kaum lesbar sind, schrittweise erscheinen und hilft dem Publikum, sich das ursprüngliche Erscheinungsbild des Kreuzgangs im 12. Jahrhundert vorzustellen.
Dieses Projekt veranschaulicht den Ansatz von Mercurio Imaging: digitale Werkzeuge nutzen, um anspruchsvolle Vermittlungssysteme zu produzieren, die unmittelbar von wissenschaftlicher Forschung und Beobachtung der Werke gespeist werden.